Unsere Zuchtphilosophie

Zucht bedeutet für uns vor allem, Entscheidungen überlegt zu treffen und sich für jede Verpaarung Zeit zu nehmen. Ein festes Schema gibt es dabei nicht. Jede Kombination wird neu überlegt, und manchmal führt auch die Erfahrung dazu, Dinge anders zu machen als ursprünglich geplant.

Neben dem verbindlichen Regelwerk des Zuchtverbandes haben wir dabei unsere eigenen Maßstäbe. Sie sind über die Jahre aus unseren Erfahrungen mit der Rasse entstanden – aus den Entwicklungen unserer eigenen Hunde, aus dem Austausch mit befreundeten Vizsla-Besitzern und Züchtern sowie aus dem Feedback der Welpeneltern, mit denen wir teils schon viele Jahre in Kontakt sind.

Mit der Zeit merkt man auch, dass man nie wirklich auslernt. Jede Generation von Hunden bringt neue Erfahrungen mit sich. Deshalb gehört es für uns ganz selbstverständlich dazu, Entscheidungen immer wieder zu überdenken und offen zu bleiben für neue Erkenntnisse und Verbesserungen.

Aus diesen Erfahrungen haben sich Grundsätze ergeben, nach denen wir unsere Zucht planen und führen.

Einige davon teilen wir hier.

Verantwortung gegenüber der Hündin

Im Mittelpunkt unserer Zucht steht die Hündin. Sie trägt die gesamte körperliche Belastung einer Verpaarung – von der Trächtigkeit über die Geburt bis hin zur Aufzucht der Welpen.

Besonders die ersten Wochen mit einem Wurf verlangen der Hündin sehr viel ab. Während dieser Zeit ist sie nahezu ununterbrochen für ihre Welpen da. Das Säugen, die Versorgung und die permanente Aufmerksamkeit gegenüber dem Wurf bedeuten eine Phase körperlicher Hochleistung. Der Energiebedarf ist deutlich erhöht und der Organismus arbeitet über mehrere Wochen unter höchster Belastung.

Nach dieser intensiven Zeit braucht der Körper der Hündin Raum zur Regeneration. Muskulatur, Kondition, Hormonhaushalt und der gesamte Stoffwechsel müssen sich wieder stabilisieren, bevor eine erneute Trächtigkeit in unseren Augen überhaupt sinnvoll wäre.

Aus diesem Grund haben wir uns bewusst strengere Maßstäbe gesetzt, als sie das Regelwerk des Zuchtverbandes vorsieht. Jede unserer Hündinnen wird maximal dreimal verpaart. Außerdem lassen wir nach jedem Wurf mindestens eine Hitze verstreichen, bevor eine weitere Verpaarung überhaupt in Betracht kommt.

Diese selbst gesetzte Begrenzung ist für uns ein wichtiger Bestandteil verantwortungsvoller Zucht und stellt das Wohl der Hündin in den Mittelpunkt.

Wenn die Chemie stimmt

Bei der Auswahl eines passenden Zuchtrüden schauen wir weit über Abstammung und äußere Erscheinung hinaus. Gesundheitliche Voraussetzungen, genetische Passung im Stammbaum und vor allem das Wesen spielen eine zentrale Rolle. Entscheidend ist für uns aber auch, dass sich die Eigenschaften von Rüde und Hündin sinnvoll ergänzen. Ziel ist aber nicht nur die perfekte Theorie auf dem Papier, sondern auch eine harmonische Kombination, die stabile, wesensfeste Hunde hervorbringt.

Für jede unserer Zuchthündinnen beginnt die Suche nach dem passenden Rüden neu. Bisher hatten wir dabei das große Glück, diesen jeweils auf Anhieb zu finden.

Da unsere Mädchen nach einem Wurf immer eine Welpenpause bekommen, nutzen wir diese Zeit auch, um die Entwicklung der Nachkommen aufmerksam zu verfolgen. Durch den Kontakt zu vielen Welpenfamilien, gemeinsame Treffen oder auch Bilder und Videos bekommen wir ein gutes Bild davon, wie sie sich entwickeln.

Auf dieser Grundlage entscheiden wir, ob sich eine Verpaarung bewährt hat. In unseren bisherigen Würfen hat uns das Ergebnis immer überzeugt – deshalb sind wir bei diesen Rüden geblieben und haben die weiteren Würfe ebenfalls mit ihnen geplant.

Auf dem Bild ist unser erster Zuchtrüde Vidar zu sehen. Im Hintergrund erkennt man den Wartberg, der namensgebend für unseren Zwinger ist.

Ein vielseitiger Begleiter

Der Ungarische Vorstehhund und bringt von Natur aus eine große Arbeitsfreude und Vielseitigkeit mit. Unsere Zucht versteht sich nicht als jagdlich orientierte Leistungszucht, und auch unsere eigenen Hunde werden nicht jagdlich geführt.

Dennoch zeigen sich die natürlichen Anlagen dieser Rasse auf ganz unterschiedliche Weise. Unter den Nachkommen unserer Würfe finden sich auch Hunde, die jagdlich ausgebildet wurden. Andere arbeiten als Rettungs- oder Suchhunde oder befinden sich in der Ausbildung zum Therapiehund.

Ein Magyar Vizsla muss jedoch nicht zwangsläufig eine besondere Aufgabe übernehmen.

Viele unserer Hunde sind vor allem eines: wesensfeste und charakterstarke Wegbegleiter im Alltag ihrer Familien. Mit ausreichend Bewegung, Beschäftigung und enger Bindung zu ihren Menschen sind sie genau dort am richtigen Platz.

Es ist unsere Aufgabe, durch sorgfältige Aufzucht und frühe Prägung die Basis dafür zu schaffen.

Dies ist der Anspruch an unsere Zucht.

„Sorgfalt, Planung, Beobachtung – und daraus lernen.“

Magyar Vizsla vom Wartberg

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