5. Woche – Entdecken und Lernen

 

Die kleinen Racker sind jetzt deutlich aktiver, erkunden ihre Umgebung intensiver und treten immer mehr miteinander in Kontakt. Bewegung, Spiel und erste Lernerfahrungen greifen ineinander und prägen diese spannende Entwicklungsphase. Gleichzeitig wächst ihr Aktionsradius, und mit jedem Tag kommen neue Eindrücke hinzu.

   Was passiert in dieser Woche?

 

  • Die Farbe der Augen ist nun ganz besonders
  • Spiel wird jetzt viel aktiver – und alles wird ausprobiert
  • Die Mutter erzieht stärker und setzt nun Grenzen
  • Die feste Nahrung ist etabliert – der Appetit ist groß
  • Neue Reize aus Umwelt und Alltag prägen die Welpen
Magyar Vizla vom Wartberg Welpen 4 Wochen

Diese Zeit ist bei kleinen Vischels etwas ganz Besonderes: Ihre Augen sind jetzt intensiv blau – fast klar und durchscheinend. Dieser Blick wirkt fast ein wenig magisch, es sind eben "magische Vizslas"..... Diese Farbe bleibt jedoch nicht und wechselt später zu Braun- oder Bernsteintönen.

Im Übrigen wachsen sie rasant. Die Welpen wirken kräftiger, stehen stabiler und bewegen sich viel sicherer durch ihre Umgebung. Was vorher noch unbeholfen war, wird nun immer flüssiger. Sie rennen los, stoppen abrupt und starten im nächsten Moment wieder durch. Es wird gehüpft, gestolpert und sofort weitergemacht.

Mit dieser neuen Beweglichkeit lässt sich einiges anstellen. Spielzeug wird nicht mehr nur entdeckt, sondern gezielt aufgenommen, getragen und verteidigt. Einer schnappt es sich – die anderen hoppeln hinterher. Es wird gezogen, gezerrt und ausprobiert, wer sich durchsetzen kann. Dabei entstehen kleine Wettkämpfe, die für alle Beteiligten genauso spannend wie lehrreich sind.

Im gemeinsamen Spiel lernen die Welpen jetzt sehr viel. Sie reagieren aufeinander, setzen Grenzen und merken schnell, wann es zu viel wird. Auch die Beißhemmung entwickelt sich weiter. Es wird lauter, lebhafter – und manchmal auch ein bisschen wilder. Kleine Auseinandersetzungen gehören dazu, werden aber oft schon eigenständig geklärt.

Dabei passiert etwas ganz Entscheidendes: Die Welpen beginnen, Zusammenhänge zu verstehen. Auf ein Verhalten folgt eine Reaktion – und genau daraus entsteht Lernen. Noch ganz unbewusst, aber mit großer Wirkung. So bilden sich nach und nach erste kleine „Lernketten“, die für die weitere Entwicklung wichtig sind.

Die feste Nahrung ist inzwischen fest im Alltag angekommen. Der Appetit ist groß – und am Napf geht es durchaus lebhaft zu. Es wird geschoben, gedrängelt und jeder versucht, den besten Platz zu bekommen. Gleichzeitig stellt sich der Verdauungstrakt weiter auf diese neue Ernährung ein.

Und die Welpen nehmen ihre Welt jetzt mit allen Sinnen gleichzeitig wahr: Sie sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken – und nutzen all das, um immer mehr von ihrer Umgebung zu begreifen.

Magyar Vizla vom Wartberg Welpe Blaue Augen

Die Mutter beginnt immer mehr, aktiv mit ihren Welpen zu spielen – und genau in diesem Spiel steckt wieder ein wichtiger Teil der Erziehung. Immer wieder setzt sie Grenzen, bremst übermotiviertes Verhalten und zeigt den Kleinen, wann es genug ist.

Besonders deutlich wird das, wenn die Welpen immer wieder versuchen, an das Gesäuge zu gelangen. Die Mutter hält dann bewusst Abstand, steht auf oder entzieht sich – und macht ihnen damit klar, dass nicht jeder Wunsch sofort erfüllt wird. Auf diese Weise lernen die Welpen ganz nebenbei, sich zurückzunehmen und Grenzen zu akzeptieren.

Parallel dazu erweitert sich ihr Umfeld. Je nach Witterung geht es nun auch nach draußen, wo ganz neue Reize auf sie warten. Frische Luft, andere Untergründe, Bewegungen in der Umgebung – all das wird aufmerksam wahrgenommen. Ein Vogel, der auffliegt, oder die Hühner vom Nachbarn sorgen dabei schnell für große Augen und noch mehr Neugier.

Als Züchter begleiten wir diese Phase ganz bewusst. Die Prägungsarbeit wird jetzt intensiviert, denn die Zwerge sind offen für neue Eindrücke und verarbeiten diese erstaunlich schnell. Der Kontakt zum Menschen wird jetzt immer intensiver – nicht nur zu uns, sondern auch durch die ersten Besuche. Die Welpen begegnen neuen Gesichtern, großen und kleinen Händen, und erleben dabei ganz unterschiedliche Eindrücke. Sie suchen aktiv die Nähe, genießen es, gestreichelt zu werden und reagieren zunehmend auf Ansprache und Stimme.

Gezielt werden in dieser Zeit auch unterschiedliche Geräusche oder optische Reize platziert. Dazu gehört zum Beispiel ein plötzlich aufpoppender Regenschirm oder ein herunterfallender Gegenstand. Die Welpen lernen, solche Eindrücke einzuordnen und gelassen damit umzugehen – eine wichtige Grundlage für ihr späteres Leben.

All die neuen Erfahrungen machen aber auch müde und müssen in Ruhe verarbeitet werden. Nach ausgelassenem Toben und vielen kleinen Abenteuern kommt die Müdigkeit oft ganz plötzlich. Dann passiert es schon mal, dass ein Welpe einfach dort einschläft, wo er gerade steht – als hätte jemand den Schalter umgelegt.

Die 5. Woche im Video:

„Jede Erfahrung zählt – und wir gestalten sie bewusst mit.“

Magyar Vizsla vom Wartberg

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