1. Woche – Geburt und die ersten Tage

 

Die ersten Tage im Leben unserer kleinen Fellknäuel sind etwas ganz Besonderes.
Nach der Geburt steht alles im Zeichen von Wärme, Nähe und Fürsorge.
Jeder einzelne Welpe wird von uns aufmerksam begleitet, gewogen und kontrolliert – für einen bestmöglichen Start ins Leben.

   Was passiert in dieser Woche?

 

  • Die Welpen suchen sofort Nähe zur Mutter
  • Wärme, Nähe und Ruhe stehen im Mittelpunkt
  • Augen und Ohren sind noch geschlossen
  • Die Welpen schlafen und trinken fast ausschließlich
  • Tägliches Wiegen und genaue Beobachtung

Sobald die Geburt einsetzt, kündigt sich der erste Welpe mit ersten Wehen und dann Presswehen an. Kurz darauf kommt er in seiner Fruchtblase zum Vorschein.

Die kleinen Vischel wirken durch die Fruchtblase fast wie kleine Streifenhörnchen, da ihr Fell zunächst längs gestreift ist.

Die Hündin arbeitet dabei völlig instinktiv. Sie öffnet die Fruchtblase, leckt den Welpen trocken und sorgt dafür, dass Atmung und Kreislauf in Gang kommen, sodass er frei atmen kann. Auch die Nabelschnur wird in der Regel von ihr selbst durchtrennt. Alles Weitere, was zu einer Geburt dazugehört, aber nicht unbedingt schön anzusehen ist, bleibt an dieser Stelle bewusst unerwähnt.

Währenddessen sind wir die ganze Zeit dabei, beobachten aufmerksam und greifen schnell ein, sobald wir merken, dass unsere Unterstützung notwendig ist.

Unter den wachsamen Blicken der Mutter, die uns in dieser Situation vertraut, nehmen wir dann den Welpen kurz zu uns. Wir schauen nach dem Geschlecht, prüfen, ob alles in Ordnung ist, ob er frei atmet und einen vitalen Eindruck macht.

Er wird gewogen, erhält ein farbiges Halsband zur eindeutigen Identifikation und wird direkt in die Wiegeliste eingetragen. Dies dauert etwa 2 Minuten.

Danach geben wir ihn wieder zur Mutter zurück, die sich sofort weiter um ihn kümmert und ihn sauber leckt. Der kleine Welpe arbeitet sich dabei selbstständig zum Gesäuge vor und beginnt zu trinken, sobald er eine Zitze gefunden hat.

Dann heißt es zunächst wieder warten. Der nächste Welpe kann schon nach 15 Minuten folgen, manchmal dauert es aber auch 2 Stunden. Dieser Ablauf wiederholt sich so lange, bis schließlich alle Welpen auf der Welt sind.

Am Ende liegen Mutter und Welpen eng beieinander, erschöpft von der Geburt, satt und ruhig – und es kehrt spürbar und wohlverdient Ruhe ein.

Die ersten Tage verlaufen ruhig und gleichmäßig. Die kleinen Zwerge finden ganz selbstverständlich ihren Weg zum Gesäuge und verbringen die meiste Zeit schlafend eng aneinander gekuschelt. Sie sind dabei blind und nahezu taub, machen sich aber bereits durch erste Laute bemerkbar.

Trinken, schlafen und wieder trinken – viel mehr passiert in dieser Phase zunächst eigentlich nicht. Die Welpen suchen ständig die Nähe zueinander und zu ihrer Mutter, denn sie können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren und sind vollständig auf sie angewiesen.

Wir verzichten bewusst auf den Einsatz von Rotlicht, da diese Wärme nur sehr punktuell und oft auch austrocknend wirkt. Stattdessen sorgen wir über eine angepasste Raumtemperatur für ein gleichmäßiges und stabiles Umfeld.

Dabei gilt es, das richtige Maß zu finden: Liegen die Welpen entspannt eng beieinander, passt die Temperatur. Wird es zu warm, liegen sie weiter auseinander oder entfernen sich sogar voneinander und von der Mutter.

Die Mutter übernimmt in dieser Zeit eine zentrale Rolle. Nach dem Trinken werden die Welpen von ihr geputzt und beleckt, wodurch unter anderem die Verdauung angeregt wird – etwas, das die Welpen in den ersten Tagen noch nicht selbst leisten können.

Die kleinen Nabelstummel trocknen in den ersten Tagen ein und fallen in der Regel zwischen dem dritten und fünften Tag ab.

Für uns als Züchter bedeutet diese Phase vor allem: beobachten, kontrollieren und begleiten. Die Welpen werden täglich gewogen, um sicherzustellen, dass sich alle gleichmäßig entwickeln und kontinuierlich zunehmen. Das Geburtsgewicht hat sich zum Ende der ersten Woche nahezu verdoppelt.

Die 1. Woche im Video:

„Die ersten Tage sind ruhig – so soll es sein.“

Magyar Vizsla vom Wartberg

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